Boxspringbetten

„Boxspring“? Was bedeutet das eigentlich?

Der Name „Boxspring“ weist auf die Konstruktion des Bettes hin. Im Unterschied zu anderen Betten setzt sich das Boxspringbett nicht aus Bettgestell, Lattenrost und Matratze zusammen. Stattdessen wird die Matratze von der sog. „Boxspring“, übersetzt „Sprungfeder“, getragen. Letztere bildet den Unterbau des Bettes. Die namensgebende Boxspring ist also ein Holzrahmen, der entweder mit Bonellfedern oder Taschenfederkern gefüllt ist. Darüber werden dann die weiteren Bestandteile des Bettes geschichtet, nämlich Matratze und Topper. Auch ein Kopfteil gehört zum Boxspringbett. Dieses steigert nochmals seine Attraktivität. Einerseits, weil es dem Bett ein imposantes Aussehen verleiht. Andererseits lässt sich dank des gepolsterten Kopfteils vom Bett aus prima Fernsehen oder lesen. Die meisten haben das Boxspringbett, auch Continentalbett genannt, auf Reisen kennengelernt. Erstklassige Hotels setzen schon lange auf Boxspringbetten, da sie ihren Gästen vorzügliche Erholung bieten wollen. Auch auf Kreuzfahrtschiffen findet sich oft diese Bettenart. Viele, die den Komfort der Luxusbetten in ihrem Urlaub genossen haben, möchten diesen nachher zuhause nicht mehr missen. Folglich kaufen sie ein Boxspringbett für das eigene Schlafzimmer.

Wie alles begann – kleine Geschichte des Boxspringbettes

Das Boxspringbett hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Vor seiner Erfindung schlief man auf einer einfachen Matratze, die direkt auf dem Boden lag. Um der schlechten Hygiene Abhilfe zu schaffen, wurde eine zweite, stabilere Matratze untergelegt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte man dieses System weiter und erfand die Federbox, das Typische am Boxspringbett. Die neuen Luxusbetten waren vor allem im Vereinigten Königreich, den Beneluxstaaten und Skandinavien sehr beliebt. Luxuriöse Hotels und Kreuzfahrtschiffe stellten die ersten Abnehmer für die neuen Betten dar. Auch die legendäre RMS Titanic soll 1912 Boxspringbetten an Bord gehabt haben. Diese fanden sich allerdings schon bald tief auf dem Meeresgrund wieder. Denn am 15.04.1912 rammte der Luxusliner im Nordatlantik einen Eisberg und ging unter. Wer genau das Boxspringbett erfunden hat, ist nicht bekannt. Man weiß jedoch, dass in den USA ein Patent angemeldet war. So kam das Boxspringbett zu seinem zweiten Namen „Amerikanisches Bett“. Weltweit durchsetzen, konnte sich das System „Boxspring“ allerdings nicht. Lange Zeit war seine Verbreitung auf die USA, Skandinavien und die Beneluxstaaten beschränkt. Bei uns in Deutschland setzte man auf Lattenrost mit Matratze. Doch seit mehreren Jahren haben auch die Deutschen das Boxspringbett für sich und ihre Schlafzimmer entdeckt.

Was macht ein Boxspringbett so besonders?

Den Komfort des Boxspringbettes macht in erster Linie das schwebende Liegegefühl aus. Die besondere Bequemlichkeit wird erreicht, indem sich praktisch drei Matratzen übereinander schichten.

Aus diesen Komponenten setzt sich das Boxspringbett zusammen:

  • Unterbau als Basis: Holzkasten mit Bonellfederkern
  • Matratze aus Taschenfederkern
  • Topper, der die Matratze schützt und eine durchgehende Liegefläche schafft

Wie schon erwähnt, hat ein Boxspringbett keinen Lattenrost, sondern die Basis des Bettes bildet ein Holzkasten mit Federkern. Die Matratze darüber ist oft sehr dick (bis zu 30 cm). Ihr Material ist Taschenfederkern, der punktelastisch wirkt. Dies bedeutet, dass die Matratze an Schultern und Hüfte am meisten nachgibt. Denn dort ist auch der Druck auf die Matratze am höchsten. An den „leichteren Stellen“, wie z.B. Beine und Rumpf, ist dagegen für eine ausreichende Unterstützung gesorgt. So bleibt die natürliche, doppelte Krümmung der Wirbelsäule gewährleistet und Rückenschmerzen werden verhindert. Der sogenannte Topper ist die dritte, oberste Komponente. Dieser leistet die letzte Feinanpassung an den Körper. Sein Material ist meist Kaltschaum oder Latex. Erst das Zusammenspiel dieser drei Komponenten führt zum weichen, federnden Liegen auf dem Boxspringbett. Ausschlaggebend für das Liegegefühl ist außerdem, welche Matratze du für das Bett wählst sowie über welchen Härtegrad das Boxspring verfügt.

Probeliegen ist ein Muss

Wer sich ein Boxspringbett anschaffen will, sollte das Bett vorher auf jeden Fall probeliegen. Einige Hersteller kooperieren hierzu mit Hotels, sodass es möglich ist, eine Nacht in seinem Wunschbett zu verbringen. Beim Probeliegen solltest du deine natürliche Schlafposition einnehmen. Dabei kommt es darauf an, dass du bequem und schmerzfrei liegen kannst. Um die Qualität der Matratze zu überprüfen, ist es besser, den Topper zu entfernen. Denn über diesen können Mängel an der Matratze kaschiert werden. Es spricht für die Qualität der Matratze, wenn ein gleichmäßiges Einsinken gegeben ist. Dies kannst du sehen, wenn du bei Einnahme der Seitenlage eine gerade Linie unter deinem Körper ziehen kannst. Beim Liegen sollten keine Freiräume sichtbar werden, die von einem mangelnden Einsinkverhalten der Matratze herrühren. Jedes Bett ist grundsätzlich auf die Schlafpräferenzen seines Besitzers abzustimmen. Man kann zum Beispiel zwei unterschiedliche Matratzen für ein Doppelbett kaufen. Nur die Höhe muss eben gleich sein.

Bunte Vielfalt – die Ausstattung macht das Boxspringbett individuell

Ein Vorzug der Boxspringbetten ist deren Höhe. Sie beträgt meist 50-60cm und erleichtert besonders älteren Menschen das Ein- und Aussteigen. Auch die Wärmeisolation ist ein Pluspunkt der Boxspringbetten. Es schläft sich nämlich herrlich warm in einem Bett, das aus drei Matratzen besteht. Doch vor allem besticht die äußere Gestalt des Amerikanischen Bettes. Wie Prinz und Prinzessin scheint man sich zu betten. Die unterschiedlichste Ausstattung und Farbgebung ist denkbar. Wahlweise kann das Bett mit verschiedenen Stoffen oder Kunstleder überzogen werden. Die einzelnen Komponenten werden in ihrem Design aufeinander abgestimmt und ergeben im dreilagigen Zusammenspiel das königliche Aussehen eines Boxspringbettes. Eine Erweiterung um eine LED-Beleuchtung bringt zusätzlich Pepp. Die meist gekaufte Größe der Boxspringbetten beträgt 140x200cm. Der Handel bietet jedoch eine breite Palette an Größen, auch Boxspringbetten mit Überlänge sind darunter. Die Ausstattung eines Boxspringbettes mit einem Bettkasten ist umstritten. Der zusätzliche Stauraum geht oft auf Kosten der Qualität. Denn ein Hohlraum ersetzt dabei die Bonellfederung im Unterbau des Bettes.

Mit der Alternative im Trend

Boxspringbetten bilden in Deutschland derzeit die trendige Alternative zu den herkömmlichen Betten mit Lattenrost. In den USA dagegen sind sie schon lange Standard und in fast jedem Haushalt zu finden. Möchtest du dein Schlafzimmer modern gestalten und demnächst den besonderen Liegekomfort eines Boxspringbettes genießen? Unsere Seite bietet dir ein ausgewähltes Sortiment an Boxspringbetten.

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